Stresserfahrungen über Generationen epigenetisch vererbt

Was brauchen Kinder um in unserer Gesellschaft FIT zu sein?

Wege der erfolgreichen Kurztherapie

Zivilisation

Psychotherapie zwischen hysterischem Elend und gemeinem Unglück

Grundprinzipien der psychoanalytischen Traumdeutung

Dossier. Zwangsstörungen

Themen:
Denkfehler und Teufelskreise: Gemäss der Basler Psychotherapeutin Tina In-Albon spielen bei Zwangserkrankungen Denkfehler eine wichtige Rolle. Der Text referiert aktuelle Diagnose-Instrumente, führt die neuesten Studien zu Persistenz und Therapie an, beschreibt das Vorgehen und die Hilfestellung der Interventionen der Metakognitiven Therapie und schliesst mit dem Appell, mehr Kindern und Jugendlichen die Chance einer wirksamen Behandlung zu geben.

Ausstieg aus der Zwangsspirale: Gemäss der Zürcher Psychotherapeutin Uta Liechti Braune bewährt sich das Training emotionaler Kompetenz auch bei Zwangsstörungen: "Zwangspatientinnen und -patienten haben häufig grosse Mühe, negative Gefühle wie Angst, Ekel etc. konstruktiv zu regulieren. Es wird erläutert, wie die Fähigkeit, unangenehme Emotionen angemessen zu regulieren anhand eines spezifischen Trainings emotionaler Kompetenz gezielt aufgebaut werden kann. Unter emotionaler Kompetenz versteht man dabei die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, sie zu benennen, zu verstehen und angemessen mit ihnen umzugehen." Quelle: psychoscope, 4/2010
Französischsprachige Beiträge zum Thema:
- Lorsque le toc frappe... von Emma Ragama, Genf
- Les troubles obsessionnels       von Carmen Bron-Petschen und Sadegh Nashat

Aus urherberrechtlichen Gründen stellt die FSP/psychoscope die vollständigen Texte zur Publikation im Internet nicht zur Verfügung. 

Arbeitsstörungen und Prokrastination

Sterbehilfe: keine Privatsache

Artikel von Prof. Dr. med. Daniel Hell im Tages-Anzeiger vom 15.02.2010

Fanatismus und Idealismus

Eine schicksalspsychologische Erläuterung von Ines Grämiger

Gemeinsame genetische Wurzeln

Schizophrenie und bipolare Störung (manische Depression) scheinen mehr gemeinsam zu haben als bisher angenommen. Dies lässt die grösste Familienstudie vermuten, die jemals zu diesen zwei häufigen psychiatrischen Erkrankungen durchgeführt wurde. Analysiert wurden über einen Zeitraum von 30 Jahren die Krankengeschichten von über zwei Millionen Familien in Schweden. Dabei zeigt sich, dass biologische Geschwister von Personen mit bipolarer Störung oder Schizophrenie ein acht- bzw. neunfach erhöhtes Risiko haben, ebenfalls an der jeweiligen Krankheit zu leiden. Zudem fand sich für diesen Familienmitglieder auch ein erblich erhöhtes Erkrankungsrisiko für die jeweils andere Störung. Laut den Forschern deuten ihre Studienergebnisse darauf hin, dass beide Krankheiten eine gemeinsame genetische Grundlage haben müssen. Quelle: Lancet 373, 234-239 (2009), NZZ, 21.01.09

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Eine komparative Kasuistik auf der Grundlage quantitativer Ergebnismessungen und qualitativer Prozessbeschreibungen als Beitrag zum Verständnis therapeutischer Prozesse

Die vorliegende Studie geht von zwei Behandlungsprotokollen der in Basel durchgeführten FIPP-Studie zu Prozess und Ergebnis psychoanalytischer Psychotherapien aus .Eine Behandlung war nach dem Verlauf eines Jahres symptomatisch erfolgreich, die andere nicht. Die quantitativen Ergebnisse (SCL-90R, IIP, PSKB, BSS) werden mit den Ratingbefunden der OPD-Diagnostik und den qualitativen Auswertungen der von den Therapeuten notierten Prozessnotizen kontrastiert. Es zeigt sich dabei, dass ein Verständnis des Prozesses und der Ergebnisse nur vor dem Hintergrund einer Strukturdiagnostik und der qualitativen Prozessinformationen sinnvoll möglich ist. Für den Therapieverlauf ist offensichtlich entscheidend, dass die Arbeit mit der Übertragung je nach den strukturellen Möglichkeiten des Patienten dosiert wird.(...)

Zur FIPP Studie
Das Forschungsprojekt "Prozess und Ergebnis psychoanalytischer Psychotherapie" ist eine prospektive Längsstudie, die seit dem 1. Juli 2003 in Basel durchgeführt wird. Sie dient der Untersuchung psychoanalytischer Psychotherapie, wie sie von frei praktizierenden Psychotherapeuten durchgeführt wird. Im Mittelpunt steht die Untersuchung der Faktoren, die zu Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur der Patienten und Verhaltensänderungen führen. Auf die Notwendigkeit der Erfassung nichtsymptomatischer Veränderungen wurde bereits von Grande und Jakobson (1998) hingewiesen, und auch ihre katmnestische Relevanz konnte anhand von stationären Therapien bereits gezeigt werden (Grande et al., 2001). Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung des ersten Therapiejahres von psychoanalytischen Psychotherapien im FIPP Projekt ist die Evaluation und Optimierung therapeutischer Techniken und Prozesse.(...)
Verfasser: Thorsten Jakobson, Christine Knauss, Puspa Agarwalla, Ruth
Schneider, Heinz Hunziker, Joachim Küchenoff
Publiziert in: Psychotherapie&Sozialwissenschaft, 1/2007, S.119-142
Einzelexemplare der Studie zum persönlichen Gebrauch können beim Szondi-Institut, Zürich, "info@szondi.ch" gegen einen Unkostenbeitrag von Fr. 10.00 bezogen werden.